Eltern wollen vierjähriges Kind aus der Kita werfen, weil der Vater für die AfD im Bundestag sitzt

vor 9 Monaten

Eltern wollen vierjähriges Kind aus der Kita werfen, weil der Vater für die AfD im Bundestag sitzt
Bildquelle: NiUS

In einer Kindertagesstätte in einer deutschen Großstadt haben Eltern per Petition den Ausschluss eines vierjährigen Kindes gefordert – allein wegen des AfD-Engagements seines Vaters. Wegen der Petition war der Vater nach Informationen von NIUS sogar jüngst zu einem außerordentlichen Elternabend der Kindestagesstätte zitiert worden.

Der Vorfall wurde an NIUS durch einen Dritten herangetragen und später vom betroffenen AfD-Politiker bestätigt. Der Redaktion sind die Namen der Eltern sowie der Kita bekannt. Auch liegen E-Mail-Korrespondenzen und das Sitzungsprotokoll des abgehaltenen Elternabends vor. In einer Abwägung zwischen den Persönlichkeitsrechten des Kindes sowie dem Recht auf Privatsphäre einerseits und dem überragenden öffentlichen Interesse andererseits entscheidet sich NIUS, über den Vorfall zu berichten – allerdings in anonymisierter Form.

Der Streit wegen der Gesinnung des Vaters reicht dabei mindestens in den September zurück. Damals schlug nach Informationen von NIUS ein Vater aus einer Gruppe von Eltern, die sich in einem WhatsApp-Chat vernetzt hatten, vor, eine Petition an den Träger der Kita zu richten. In dieser, so die Idee, sollte begründet werden, warum der AfD-Politiker, der Mitglied des Bundestags ist und als Spitzenpolitiker bezeichnet werden kann, sich „explizit gegen Ziele“ der Einrichtung wende – und nach Konsequenzen verlange.

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