Die neuen Zahlen zeigen: Der Mitgliederschwund in der evangelischen und katholischen Kirche in Deutschland hält weiter an. Kirchenaustritte aufgrund von linksgrünen Predigten und woken Kirchentagsveranstaltungen sind verständlich, haben aber schwere Folgen. Dieser Artikel ist ein Plädoyer: Wenn den Christen Europa am Herzen liegt, müssen sie der Institution treu bleiben.
Es ist eine Nachricht, an die sich viele gewöhnt haben: Die katholische und evangelische Kirche haben 2025 wieder massiv an Mitgliedern verloren – zusammen 1,2 Millionen. 600.000 davon traten aktiv aus den beiden Großkirchen aus, der Rest sind Sterbefälle. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) registrierte etwas mehr Austritte (350.000) als die katholische (307.000). Damit sind noch 23 Prozent der Gesamtbevölkerung katholisch, 20,8 Prozent Mitglied der EKD. Mittlerweile fast unvorstellbar: Im Jahr 1990 waren noch 70 Prozent der Deutschen Teil einer der beiden Kirchen.
Hohe Kirchenaustritte jucken niemanden mehr. Besonders seit den 2010er-Jahren erfährt man regelmäßig von neu gebrochenen Rekord-Austrittszahlen. Eine Erklärung dafür sind die Missbrauchsskandale. Doch generell gilt: Menschen fühlen sich nicht mehr an die großen Kirchen gebunden. Glaube und Spiritualität kann man schließlich auch in seinen eigenen vier Wänden leben, Gemeinschaft in Vereinen erfahren.
Da wäre etwa ein junger Deutscher, der in diesem Jahr dennoch in die katholische Kirche eintreten möchte, und der für diesen Text Hans heißen soll. Hans ist im Millennial-Alter und wuchs gänzlich ohne religiöse Bildung auf. Er vertritt zwei Thesen zu den Kirchenaustritten, die ungewöhnlich klingen: Austritte beschleunigen die Islamisierung. Und: Die Mitgliedschaft, so Hans, sei wertvoll, um das kulturelle christliche europäische Erbe zu erhalten.
Kritiker dieser Thesen werden nun vermutlich folgende Argumente ins Feld führen: „Die deutschen Großkirchen sind woke.“ Sie hätten mehr gemein mit linksgrünen Parteien als einem lieb sei. Und: Sie betreiben Politik, anstatt sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











