Kinderschutzbund lehnt Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche ab

vor 5 Monaten

Kinderschutzbund lehnt Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche ab
Bildquelle: Tichys Einblick

Zum „Safer Internet Day“ spricht sich der Deutsche Kinderschutzbund gegen ein Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige aus. Vorstandsmitglied Alhäuser sagt im Deutschlandfunk, Kinder und Jugendliche müssten zur Nutzung befähigt werden. Der Verband setzt auf Beratung und Begleitung. Ein generelles Verbot sei nicht sinnvoll, außerdem gebe es positive Aspekte der Nutzung. So könnten soziale Netzwerke auch zur persönlichen Entfaltung beitragen.

Diese Ablehnung ist vernünftig, weil sie einen simplen Reflex zurückweist. Verbote lösen das Problem nicht, sie verlagern es. Wer unter 16 ist, verschwindet nicht aus dem Netz. Er verschwindet nur aus der Legalität. Der Kinderschutzbund beschreibt damit im Kern etwas Banales, das man in Berlin gern vergisst: Digitale Teilhabe ist Realität, also braucht es Kompetenz, nicht ein Schild mit der Aufschrift „Zutritt verboten“.

Nur ist das, was Politik und Behörden daraus machen, der eigentliche Skandal. Bundesfamilienministerin Prien sagt ebenfalls im Deutschlandfunk, man müsse Chancen und Risiken anerkennen. Ein Social-Media-Verbot bis zu einem bestimmten Alter hält sie weiter für denkbar.

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