Viele Fans von Elon Musk feiern den Unternehmer als Genie, attestieren ihm einen hohen IQ, halten ihn für ein Universalgenie und einen Tausendsassa. In der Welt hat er nun bewiesen, dass ein kluger Unternehmer nicht zwingend ein großer Autor sein muss. Sein Text ist trotzdem fast schon ein zeitgeschichtliches Dokument.
Man muss sagen: Das war kein großer Text an sich, wahrscheinlich mit KI-Unterstützung in ein paar Minuten hingeschrieben. Einem Autor, auch in unserer Redaktion, wäre so ein Text mit der freundlichen, aber bestimmten Bitte um Überarbeitung zurückgegeben worden.
Aber es geht nicht um einen Autoren – sondern um Elon Musk. Eine Person, deren Meinung ob seiner Stellung per se relevant ist – und gerade diese Position sticht heraus. Dass sein Text veröffentlicht wurde, ist natürlich richtig – mündige Leser können sich selbst ein Bild machen. Die Arroganz mancher Journalisten, auch bei Welt, die jetzt erklären, warum man diesen nicht hätte veröffentlichen dürfen, ist unbegreiflich. Es ist Berufskrankheit von Journalisten, sich für klüger und besser zu halten, und sich selbst und ihre eigenen Maßstäbe zu überhöhen. Eine Welt-Kollegin schreibt, sie hätte den Text nicht veröffentlicht – auch Elon Musk stünde nicht über den „Gesetzen des Redigats“.
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