Friedrich Merz ist unbeirrt: Trotz der Wahlniederlage in Baden-Württemberg will er sich von seinem Weg in Berlin nicht abbringen lassen. „Wir werden unsere Arbeit fortsetzen“, erklärt der Bundeskanzler.
Dass die CDU die Wahl am Ende knapp verloren hat, sei zwar bitter, räumt er ein. Nach dem „Warum“ aber wird lieber nicht gesucht. Das ordnet der Kanzler so an: „Es wird hier weder Schuldzuweisungen aus Baden-Württemberg in Richtung des Bundes geben noch andersherum“, sagte Merz am Montag nach der Wahl, bei der man mit nur 27.000 Stimmen Rückstand als Zweiter ins Ziel ging.
Was für diese 27.000 Stimmen den Ausschlag gab? In der CDU ist man schnell dabei, auf die schmutzige Clip-Kampagne der Grünen zu zeigen. Das Video, in dem Hagel über die „rehbraunen Augen“ einer Zehntklässlerin schwärmt, war von grüner Seite bewusst und sicherlich nicht ungeplant platziert worden. Seitdem beschweren sich Christdemokraten in Stuttgart wie in Berlin über diese Schläge „unter der Gürtellinie“.
Das ist natürlich nicht unberechtigt – aber eben auch sehr einfach. Und es ersetzt praktischerweise jede Reflexion, verhindert jeden Impuls, auch bei sich selbst auf Fehlersuche zu gehen. Dabei gäbe es dafür auf Bundesebene genug Anlass.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











