Polens Premierminister Donald Tusk äußerte sich am Freitag beim inoffiziellen EU-Gipfel in Zypern sichtlich erleichtert darüber, dass Ungarns scheidender Regierungschef Viktor Orbán aufgrund seiner Abwahl nicht mehr anwesend ist. „Zum ersten Mal seit Jahren sind keine Russen mehr im Raum, wenn Sie wissen, was ich meine“, scherzte Tusk, womit er eindeutig auf die Wahlniederlage Orbáns anspielte.
Parallel beteiligte sich jedoch der syrische Machthaber Ahmed al-Scharaa an dem Kongress in Nikosia, um über eine engere Zusammenarbeit mit der EU zu verhandeln. al-Scharaa regiert seit dem Sturz des syrischen Präsidenten Assads das Land autokratisch – Kritiker seiner Regierung werfen ihm vor, nichts gegen wiederholte Massaker an Minderheiten in Syrien, die von seinen Unterstützern verübt werden, zu unternehmen.
Der Machtwechsel in Ungarn würde zeigen, dass „Demokraten keine Verliertypen“ im Schlagabtausch mit Autokraten seien, betonte Tusk und zielte dabei offensichtlich auf Viktor Orbán ab. Unter den Teilnehmern soll von einer „großen Erleichterung“ die Rede gewesen sein.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











