„Kein Aufruf zu irgendetwas“: Banaszak relativiert Aussage zu möglicher Desertion bei AfD-Verteidigungsminister

vor etwa 2 Monaten

„Kein Aufruf zu irgendetwas“: Banaszak relativiert Aussage zu möglicher Desertion bei AfD-Verteidigungsminister
Bildquelle: Apollo News

Der Grünen-Vorsitzende Felix Banaszak hat seine Aussage über eine mögliche Desertion von Bundeswehrsoldaten unter einem AfD-Verteidigungsminister relativiert. Gegenüber Welt erklärte Banaszak, seine Äußerung im Gespräch mit dem Journalisten Tilo Jung sei „emotional zugespitzt“ gewesen. „Selbstverständlich war das keine juristische Einordnung und sollte auch nicht als Aufruf zu irgendetwas missverstanden werden“, sagte er.

Im Interview hatte Banaszak auf die Frage, was grünwählende Bundeswehrsoldaten bei einem AfD-Verteidigungsminister tun sollten, zunächst geantwortet: „Dann können sie immer noch desertieren.“ Banaszak sprach sich zunächst allgemein für mehr Soldaten bei der Bundeswehr aus. „Ja“, antwortete er auf die Frage, ob die Grünen einen personellen Ausbau der Truppe für notwendig hielten. Es sei „eine extrem bedrückende Realität“, er halte dies aber „für notwendig“. Jung fragte daraufhin, was junge Männer tun sollten, die sich wegen solcher Aussagen für die Bundeswehr verpflichten und später möglicherweise unter einem AfD-Verteidigungsminister dienen müssten. „Dem dienen?“, fragte Jung.

Banaszak antwortete zunächst: „Dann können sie immer noch desertieren.“ Kurz darauf relativierte er die Aussage und erklärte, er habe diese Frage „noch nie gestellt bekommen“ und antworte „sehr spontan“. Zugleich sagte er aber auch, er würde „einem AfD-Verteidigungsminister und einer AfD-Regierung sicherlich nicht mit der gleichen Loyalität gegenübertreten wie der demokratischen Regierung, die wir gerade haben“.

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