Der Iran hat in dieser Woche die Flüssigerdgasanlage Ras Laffan in Katar angegriffen und dabei erhebliche Schäden verursacht. Nach Angaben von Qatar Energy wurden rund 17 Prozent der Exportkapazität für LNG außer Betrieb gesetzt. Der Staatsminister für Energieangelegenheiten und CEO Saad Sherida Al-Kaabi rechnet mit jährlichen Einnahmeverlusten von rund 20 Milliarden US-Dollar. Zudem seien Lieferungen nach Asien und Europa gefährdet, erklärte er gegenüber Reuters.
Bei den Angriffen wurden laut Al-Kaabi zwei der insgesamt 14 LNG-Anlagen sowie eine der beiden Gas-to-Liquids-Anlagen beschädigt. Die Instandsetzung werde die Produktion für mehrere Jahre beeinträchtigen und zu einem Rückgang von rund 12,8 Millionen Tonnen LNG führen.
Die Angriffe und der angerichtete Schaden führten zu einem sprunghaften Anstieg der europäischen Gaspreise. Diese stiegen am Donnerstag zeitweise um bis zu 35 Prozent. Zwischenzeitlich kletterte der Preis auf über 67 Euro; aktuell liegt er bei rund 62 Euro. Damit wurde der höchste Stand seit Mitte 2023 erreicht. Seit Beginn des Konflikts am 28. Februar hat sich der Gaspreis damit etwa verdoppelt.
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