Karl-Theodor zu Guttenberg hat in der ZDF-Sendung Markus Lanz den Umgang mit der AfD kritisiert – und dabei zugleich die Haltung seiner eigenen Partei, der CSU, in Teilen infrage gestellt. Der frühere Verteidigungsminister forderte eine offene Auseinandersetzung mit der Partei und ihren Wählern.
„Hinter die Brandmauer gehören die Extremisten, gehören die Neonazis, gehören die Funktionäre einer AfD, die mit jedem Zynismus ihr Programm bespielen“, sagte Guttenberg. „Das Problem ist, dass die Brandmauer oftmals um die Wähler mit herum gezogen wird.“ Der Fehler liege, so Guttenberg, darin, ganze Wählergruppen auszugrenzen, statt sie politisch zu überzeugen.
Der CSU-Politiker stellte klar, dass er keine Aufweichung des Unvereinbarkeitsbeschlusses gegenüber der AfD befürworte. Schon am 19. Oktober hatte er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärt: „Entgegen mancher falschen Darstellung bin ich an keiner Stelle für eine Aufweichung der sogenannten Brandmauer gegenüber der AfD eingetreten. Im Gegenteil. Ich habe mich im Stern-Interview ausdrücklich für das Beibehalten des Unvereinbarkeitsbeschlusses ausgesprochen.“
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











