Die Liste der bisherigen Preisträge hängt die Latte hoch – und auch 2026 gibt es viele Anwärter auf diesenPreis für Desinformation, Meinungsmanipulation und Propaganda – ein Preis, den viele sich hart erarbeiten aber nicht haben wollen.
Jan Böhmermann fuhr als „Gewinner des Karl-Eduard-von-Schnitzler-Preises für Propaganda-Journalismus“ bei der ersten Verleihung Anfang 2024 den Sieg ein. Darauf folgte verdient Correctiv für die phantasievolle Kommentierung erfundener Remigrationspläne und eines als investigativen Journalismus ausgegebenen Theaterstücks. So berichtete Correctiv von einem Geheimtreffen in Potsdam, das allerdings weder geheim war noch den von Correctiv unterstellten Plan zur Vertreibung von Millionen von Menschen beinhaltete. Viele Medien verbreiteten diese Räuberpistole jedoch ungeprüft, sodass schließlich Hunderttausende aufgestachelt wurden und gegen „Rechts“ auf die Straße zogen.
„Es ist der Deutschen Schicksal, dass sie sich der Wirklichkeit entgegenstellen – notfalls bis zum Untergang. So lange wie möglich wird Wirklichkeit verleugnet oder an ihrer Stelle eine Traumwelt errichtet. Eine der wichtigsten Traumfabriken ist Correctiv – das verdient den Karl-Eduard-Schnitzler-Preis“, so die Laudatio.
Eine unabhängige Jury unter Beteiligung von Lesern und Zuschauern wird Propaganda-Journalismus dokumentieren und prämieren. Der Preis ist nach Karl-Eduard von Schnitzler benannt, dem Chefkommentator des DDR-Fernsehens und Moderator des „Schwarzen Kanals“. Ein Scheinheiliger des Ostens, der regelmäßig zur Deckung seines Konsumbedarfs in West-Berlin mit D-Mark einkaufte und Nachtlokale besuchte.
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