Auf ihrem Parteitag hat die CDU nicht nur den Bundesvorsitzenden Friedrich Merz wiedergewählt. Auch alle weiteren gewählten Positionen im Präsidium und im erweiterten Vorstand mussten neu besetzt oder bestätigt werden. Während Friedrich Merz 878 Delegierte hinter sich versammeln konnte, standen nur 604 hinter seiner stellvertretenden Bundesvorsitzenden Karin Prien aus Schleswig-Holstein.
Nur 862 Delegierte votierten bei der Wahl der Stellvertreter überhaupt mit Ja oder Nein. Bei den anderen Präsidiumswahlen waren es stets 916 (weitere Mitglieder des Präsidiums) bis 963 (Parteivorsitzender). Auffällig viele Stimmberechtigte beteiligten sich also gar nicht erst (korrekt) an dem Wahlgang. Auch Enthaltungen oder ungültige Stimmen werden von der CDU bei der Ergebnisermittlung nicht berücksichtigt.
Erstmals waren drei der aktuell sechs Vizeplätze per Quote für Frauen reserviert. Um Parität herzustellen, wurde die Gesamtzahl extra auf sechs erhöht. Andernfalls hätte nach den Statuten der Partei ein Mann aus der Stellvertreterriege ausscheiden müssen: Bei ungerader Anzahl wird der Vorsitzende für die Berechnung des Frauenanteils der Stellvertreter mit einbezogen.
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