Ein Anlass von hoher Symbolkraft: Zehn Tage vor der Bundestagswahl trifft AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán in seiner Residenz in Budapest.
Der Besuch hat faktisch offiziellen Charakter und ist protokollarisch hoch aufgehängt. Die AfD-Vorsitzende trifft den ungarischen Regierungschef in seinem Amtssitz in Budapest. Neben einer Reihe von Gesprächs- und Interviewterminen steht auch ein Vieraugengespräch der beiden Spitzenpolitiker und eine gemeinsame Pressekonferenz auf dem Programm. Bereits am gestrigen Abend fand ein gemeinsames Abendessen mit der deutschen Delegation statt.
Orbán selbst hatte die Einladung an die AfD-Kanzlerkandidatin öffentlich gemacht, bezeichnenderweise in einem großen Interview mit der „Neuen Zürcher Zeitung“ aus der neutralen Schweiz. Er sehe keinen Grund, nicht mit einer Politikerin zu sprechen, die bei den bevorstehenden Wahlen mehr als zwanzig Prozent der Stimmen erreichen könne. In deutschen Medien wurde Orbáns Einladung als „Ritterschlag“ für die AfD kommentiert.
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