Es gibt Momente, da stellt Friedrich Merz an diesem Freitagmittag die Floskel-Kanone regelrecht auf Dauerfeuer.
Sätze, die auf eine diffuse Weise Klang haben, die Botschaften vortäuschen und am Ende nichts bedeuten. Von Anfang an hatte CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann die Formel ausgegeben, die Rede von Friedrich Merz zum Auftakt des CDU-Parteitags in der Stuttgarter Messe müsse vor allem als Funke in den Saal überspringen. Programmatik und Projekte gehörten gar nicht zur Aufgabenstellung.
Versucht man dennoch, sinnvolle Botschaften zu finden, dann wäre grundlose Zuversicht eher eine Umschreibung von Naivität. Das ständige Wiederholen der europäischen Einbindung bedeutet im Umkehrschluss, Deutschland habe im Grunde keine eigenen Interessen, die nicht die Interessen der europäischen Partner sind. Oder anders gesagt: Die anderen sollen unsere Interessen haben. Und auch der Kalenderspruch von den Veränderungen als Chance hat nur Sinn, wenn Veränderungen nicht ins Übel führen.
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