Der Kanarienvogel ist schon von der Stange – und Berlin dreht weiter am Schuldenrad!

vor 5 Monaten

Der Kanarienvogel ist schon von der Stange – und Berlin dreht weiter am Schuldenrad!
Bildquelle: NiUS

Bereits vor 300 Jahren nutzten Bergleute Kanarienvögel als Frühwarnsystem vor großen, unsichtbaren Gefahren in der Mine. Auf dem Markt der Staatsschulden pfeifen die Spatzen – 300 Jahre später – ebenfalls laut von den Dächern. Doch einige Akteure ignorieren die tödliche Gefahr, schreibt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, in seiner aktuellen Kolumne.

Kanarienvögel dienten früher in den dunklen und labyrinthartigen Schächten der Kohleminen als lebende Frühwarnsysteme. Das Austreten von Grubengas sieht und riecht man nicht. Da jedoch Kanarienvögel empfindlicher auf giftige Gase wie Kohlenmonoxid reagieren als Menschen, gab es den Bergleuten Zeit, die Mine umgehend zu evakuieren, wenn der besonders fleißige Sänger plötzlich verstummte oder sogar von der Stange fiel.

„Auch heute gibt es sensible Indikatoren für drohende Gefahren und sich verschlechternde Bedingungen. Und obgleich der trällernde Gesang bereits nicht mehr ertönt und der Vogel aufgeregt mit den Flügeln flattert, werden diese Warnsignale fahrlässig ignoriert“, schreibt Wolfgang Steiger und nennt dazu aktuelle Beispiele: „Trotz Rekordschuldenpaketen erhöht ein Bündnis aus Gewerkschaften, Umwelt- und Sozialverbänden den Druck zur dauerhaften Aufweichung der Schuldenbremse und SPD-Fraktionschef Matthias Miersch fordert noch mehr EU-Gemeinschaftsschulden.“

Ein US-Bergarbeiter mit seinem singenden Arbeitskollegen im Jahr 1928

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