Im Leclerc-Gefängnis für Frauen in Laval, Kanada, werden seit einigen Monaten männliche Gefangene, die sich als trans oder als non-binär definieren, inhaftiert. Dieser Sonderstatus gibt ihnen das Recht, das Geschlecht des Justizvollzugsbeamten zu wählen, der die obligatorische Leibesvisitation an ihnen durchführen wird. Wie Courrier Laval berichtet, löst das bei den Beamtinnen großes Unbehagen aus.
40 Vollzugsbeamtinnen legten am 14. August für drei Stunden ihre Arbeit nieder, um auf diesen Umstand aufmerksam zu machen. Sie weigern sich, Trans-Häftlinge zu untersuchen. Denn diese würden sich bei den Leibesvisitationen einschüchternd und sexuell provokativ verhalten. Damit verfolgten sie laut Courrier Laval das ausdrückliche Ziel, bei den Bediensteten Unbehagen zu erzeugen.
Mathieu Lavoie, nationaler Vorsitzender der Gewerkschaft der Justizvollzugsbeamten in Québec, sagte: „Bisher war es immer so, dass männliche Justizvollzugsbeamte die Männer und weibliche Justizvollzugsbeamte die Frauen durchsuchten“. Jetzt habe man aber die Situation, „dass Gefangene mit männlichen Organen sich morgens als Frau und abends als Mann bezeichnen. Sie können entscheiden, ob sie von einer Frau oder einem Mann durchsucht werden wollen, eine Wahl, die die anderen Insassen nicht haben“. Für die Beamtinnen sei die Situation neu, und sie seien dafür nicht ausgebildet.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











