Das Kampfjet-System „FCAS“ führt weiterhin zu Unstimmigkeiten zwischen Deutschland und Frankreich. Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wollen das sensible Verteidigungsprojekt dennoch nicht beenden, wie sie auf einer gemeinsamen Pressekonferenz erklärten. Bereits seit 2017 wird an dem Projekt, das laut Stiftung Wissenschaft und Politik als „Europas bedeutendstes Rüstungsvorhaben“ gilt, gearbeitet.
Das „Future Combat Air System“ soll künftig die bisherigen Kampfflugzeuge Eurofighter Typhoon (Deutschland und Spanien) und Rafale (Frankreich) sowie gegebenenfalls die F-35 aus amerikanischer Produktion ersetzen – allerdings planmäßig erst ab etwa 2040. Erklärtes Ziel ist die Fähigkeit, solche Luftkampfsysteme, auch unter Einschluss von Drohnen, unabhängig von außereuropäischen Ländern herzustellen und cloudbasiert zu betreiben.
Ein Wegfall des Kampfjets zugunsten einer Begrenzung des Projekts auf diese „Cloud“ steht jetzt ernsthaft zur Debatte. Bei einer Cloudlösung werden Daten nicht lokal verarbeitet, sondern an eine Rechenzentrale geschickt. „Eine Kommunikationsinfrastruktur, ein Betriebssystem und unterschiedliche Anwendungen“ sind laut Airbus als federführendem Unternehmen Kernkomponenten der Air Combat Cloud. Sie soll strategische Autonomie und technologische Souveränität sicherstellen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











