Ein Gastbeitrag von Katja Adler, Mitglied des Bundestages*
Die Kluft zwischen medial gezeigter Mindermeinung und gefühlter Mehrheitsmeinung ist zuweilen so groß, dass man sich des Eindrucks versuchter Beeinflussung und Manipulation nur noch schwer erwehren kann. Dass der Reformdruck auf ARD und ZDF wächst, ist daher mindestens nachvollziehbar. Dass er nun zumindest zu einigen Reformschritten geführt hat, ist gut und wichtig.
Vergangene Woche haben sich die Ministerpräsidenten der Länder auf eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks geeinigt. Um zu sparen, soll der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Zukunft weniger Sender betreiben. Aus 70 Radiosendern sollen 53 werden. Im Fernsehen sollen mehrere Spartensender zusammengelegt werden. Spartenkanäle sind z.B. tagesschau24, 3sat, ZDF info oder Phoenix. Welche Radio- und Fernsehsender am Ende wegfallen, sollen die Rundfunkanstalten selbst entscheiden. Die Gebühren für Beitragszahler sollen dabei nicht steigen.
Durch die Rundfunkreform soll es weniger TV- und Radioprogramme geben.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











