Anders als zunächst dargestellt kümmerte sich Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner am ersten Tag des Blackouts nicht nur um den Krisenfall. Statt wie offiziell bekannt gegeben aus dem Homeoffice zu arbeiten und „den ganzen Tag am Telefon“ zu sein, spielte er von 13 bis 14 Uhr Tennis – gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin, der Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch, wie die Senatskanzlei dem Tagesspiegel nun bestätigt hat.
Günther-Wünsch veröffentlichte demnach sogar ein Foto von der Partie in ihrem WhatsApp-Status. Außerdem wurden die beiden Spitzenpolitiker in der Halle erkannt. Die Liaison der beiden war in der Vergangenheit immer wieder Thema von Kontroversen. Nach eigenen Angaben haben beide im Oktober 2023 entschieden, eine feste Beziehung einzugehen. Laut Medienberichten sollen sie aber schon seit 2022 zusammen sein – also bevor Wegner Günther-Wünsch zur Senatorin machte und sich von seiner vorherigen Lebensgefährtin trennte.
Aus den anderen Parteien hagelt es nun Kritik an der Kommunikation des Stadtoberhauptes. Der SPD-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl im nächsten Jahr, Steffen Krach, und die AfD-Landesvorsitzende Kristin Brinker werfen Wegner vor, die Berliner „belogen“ zu haben, berichtet rbb24. „Nicht würdig“ sei es laut Grünen-Fraktionschef Werner Graf, „in großer Notzeit nicht die Wahrheit“ zu sagen. Auch die Bildungssenatorin steht in der Kritik – schließlich waren Dutzende Schulen und Bildungseinrichtungen von dem Stromausfall betroffen.
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