Lars Klingbeils Besuch beim Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes sorgt bei NIUS LIVE für Unverständnis. In Berlin verkündete der Sozialdemokrat, er wollte Spitzenverdiener künftig stärker zur Kasse bitten. Diese Ansage des Finanzministers hinterfrage die Rollenverteilung in der Regierung, findet NIUS-Reporter Julius Böhm: „Man fragt sich, wer in dieser Regierung Koch und wer Kellner ist.“
„Wir werden über eine Einkommensteuerreform reden“, so Klingbeil wörtlich. Spitzenverdiener müssten „mehr bezahlen“. Treffen würde das jedoch nicht die Superreichen, sondern: „Das ist ja dann der vernünftig ausgebildete Facharbeiter, der sich gemausert hat vom normalen Mitarbeiter zum Abteilungsleiter.“
Doch Böhm analysiert nicht nur den Angriff auf die hart arbeitende Bevölkerung, sondern auch auf den Bundeskanzler Friedrich Merz. Die Aussage sei angesichts der ursprünglichen Kräfteverhältnisse in der Regierung eine Kampfansage. Man müsse sich fragen: „Wer hat die 16 Prozent geholt und wer dann doch noch etwas mehr als 28 Prozent bei der Wahl?
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