Julian Reichelt zur Affäre Ulmen-Fernandes: „Das ist eine politisch-mediale Kooperation, um mit einem schwammigen Gesetzestext Grundrechte einzuschränken“

vor 3 Monaten

Julian Reichelt zur Affäre Ulmen-Fernandes: „Das ist eine politisch-mediale Kooperation, um mit einem schwammigen Gesetzestext Grundrechte einzuschränken“
Bildquelle: NiUS

Gestaltet sich die Affäre um Collien Fernandes und ihrem Ex-Mann Christian doch ganz anders, als es etwa der Spiegel in den vergangenen Tagen unterbreitet hat? Die neueste Recherche der stellvertretenden NIUS-Chefredakteurin Pauline Voss zum Fall sorgt bei NIUS Live für Gesprächsstoff und rückt die Geschichte in ein neues Licht. Der Eindruck, Ulmen hätte Deepfake-Pornos seiner Ex-Frau verschickt, erscheint plötzlich falsch – das zeigen ausgerechnet Antworten von Fernandes selbst.

Auf Anfrage von NIUS, ob tatsächlich pornografische Deepfakes verschickt wurden, teilte Fernandes mit: „Das sind verschiedene Punkte. Zum einen gibt es Menschen, die Deepnudes von mir online gestellt haben, zum anderen gibt es die pornografischen Videos, die der Täter unter meiner Identität verschickt hat. Hierüber haben uns Männer informiert, die die Echtheit dieses Profils anzweifelten.“ Fernandes widerspricht also der Darstellung, Ulmen habe Deepfakes von ihr verbreitet. Das verändert zwar den grundlegenden Eindruck des Spiegels, passt aber in das Narrativ einer Regierung, die ebendiese Deepfakes gesetzlich regulieren möchte.

NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt findet: „Das ist nichts anderes als eine politisch-mediale Kooperation, um am Ende mit einem schwammig gehaltenen Gesetzestext Grundrechte einzuschränken.“

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