Scharfe Kritik aus den Reihen etablierter Journalisten richtet sich gegen die ARD nach dem Sommerinterview mit AfD-Co-Chefin Alice Weidel: Das Gespräch, das am Sonntag live aus Berlin übertragen wurde und um 18:00 Uhr in der ARD läuft, geriet durch massive Störungen eines linksradikalen Kollektivs zu einem Fiasko und wird nun als Symbol für fehlende Professionalität und Neutralität im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gesehen.
Prominente Stimmen wie Thomas Tuma (Chefautor beim Focus) und Béla Anda (ehemalige Bild-Chefredaktion) werfen der ARD vor, das Interview dilettantisch gehandhabt und damit ihre eigene Glaubwürdigkeit aufs Spiel gesetzt zu haben.
Tuma bezeichnet das Interview in einem LinkedIn-Beitrag als „Tiefstpunkt öffentlich-rechtlichen Informationsmanagements“. Er schildert, wie NGO-Gruppen auf der gegenüberliegenden Spree-Seite einen Anti-Weidel-Kampf entfachten und mit ohrenbetäubendem Lärm das Gespräch sabotierten: „Auf der gegenüberliegenden Spree-Seite hatten NGO-Kleinstgruppen zum Anti-Weidel-Kampf geblasen, so dass in dem ohrenbetäubenden Lärm jeder Gesprächsversuch schnell unterging.“
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