Kurz vor der Fernsehdebatte zwischen Donald Trump und Joe Biden Ende Juni vergangenen Jahres schrieb das amerikanische CNN empört: „Jahrelang und insbesondere in den letzten Monaten haben die MAGA-Medien Biden als senilen, geistig eingeschränkten alten Mann dargestellt, der sich nicht daran erinnern kann, was er zum Frühstück gegessen hat, geschweige denn daran, die Bundesregierung zu leiten.“ Immer wieder wurden Behauptungen, dass der damalige US-Präsident weder geistig noch körperlich fit für das Amt des Präsidenten sei, von Medien und dem Umfeld Joe Bidens als Verschwörungstheorie abgetan.
Im Oktober 2023 schrieb das amerikanische NBC etwa: „Republikaner verbreiten eine stille Verschwörungstheorie, dass Biden nicht zur Wahl antreten wird.“ Die Behauptung, dass Biden aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme nicht antreten würde, sei „vor allem unbegründetes Geschwätz“, heißt es weiter bei NBC.
Auch in Deutschland wurde Bidens Gesundheitszustand, wie man heute weiß, immer wieder verharmlost. Der Washington-Korrespondent des ZDF Elmar Theveßen pilgerte von einer Talkshow zur nächsten und verteidigte dort Bidens Position als Präsident: Nur drei Tage vor Bidens Rückzug als Präsidentschaftskandidat der Demokraten sah Theveßen ihn gestärkt aus dem Parteitag der Republikaner hervorgehen: „Joe Biden – hat man das Gefühl – sitzt ein Stückchen fester im Sattel“, so der ZDF-Journalist. Im November 2023 attestierte er Biden, „geistig voll in der Lage“ zu sein, das Amt des US-Präsidenten auszuüben.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











