Nach den amerikanischen und israelischen Militärschlägen im Iran blieben die erwarteten Turbulenzen an den Märkten zunächst aus. Damit scheint nun Schluss zu sein. Seit nunmehr zwei Tagen zieht der Preis für Rohöl deutlich an. Allein am Freitag schoss er innerhalb von nur acht Stunden von rund 80 auf 92,4 Dollar je Barrel nach oben. Das entspricht einer Steigerung um fast 15 Prozent. Zeitweise näherte sich die Nordsee-Sorte Brent sogar der Marke von 94 Dollar – der höchste Stand seit rund zwei Jahren.
Die Auswirkungen dieser Entwicklung machen sich bereits an deutschen Tankstellen bemerkbar. Steigt der Ölpreis, folgt meist ohne Zeitverzug die Weitergabe der höheren Preise an die Verbraucher. Sichtbar wird das zuerst an den Spritpreisen, die häufig steigen, bevor die tatsächlichen Beschaffungskosten vollständig durchschlagen. Der Spritpreis reagiert somit oft auf steigende Erwartungen am Ölmarkt.
Bereits am Freitagmorgen bewegten sich die Preise laut ADAC deutschlandweit im Durchschnitt für Super E10 um 2,01 € pro Liter, für Diesel sogar um 2,11 € pro Liter. Davon geht ungefähr die Hälfte an den Staat: Energiesteuer (früher Mineralölsteuer), CO2-Abgabe und Mehrwertsteuer summieren sich (mehr dazu hier). Nur ein kleinerer Teil ist unmittelbar auf die Rohölpreise zurückzuführen.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











