„Aufgrund von Blitzeis und anhaltendem Eisregen sind aktuell keine Starts und Landungen am BER möglich.“ Das hat der Flughafen der Hauptstadt des viertgrößten Industriestaats der Welt vor ein paar Tagen lapidar mitgeteilt.
Natürlich ist das ein Grund zum Fremdschämen. Es gab ja kein Erdbeben und keinen Vulkanausbruch. Es war halt, nun ja, kalt. Das passiert im Winter. Auch Eisregen im Winter ist nichts, worauf ein professioneller Airport sich nicht vorbereiten kann.
Jedenfalls kann man das außerhalb von Berlin.
Doch in der Spreemetropole klagte man nur vielstimmig, der Winterdienst der Flughafengesellschaft habe die Flugbetriebsflächen zwar die gesamte Nacht über mit Enteisungsmittel behandelt – aber leider ohne Erfolg, sie seien immer noch spiegelglatt.
Überall in Deutschland herrschten dieselben Wetterbedingungen. Kein anderer Flughafen in Deutschland musste deshalb zumachen. Nur in Berlin hieß es: „Zum Schutz von Passagieren und Mitarbeitenden ist der Flugbetrieb vorübergehend eingestellt.“
Und weil ein grünbewegtes Berliner Gericht trotz lebensgefährlicher Straßenverhältnisse das Streuen von Tausalz verboten hat, sah es auch auf den Straßen so aus:
Wer nun meint: „Dit is eben Berlin“ – der, bei allem Respekt, unterschätzt die Sache. Denn zum einen geht das Staatsversagen der deutschen Hauptstadt weit über einen mit Winterwetter im Winter überforderten Flughafen hinaus.
Zum anderen können wir in Berlin einfach nur schon jetzt besichtigen, was uns spätestens in fünf Jahren in der ganzen Republik blüht.
Die öffentliche Verwaltung der Stadt verdient den Namen nicht. Das fängt damit an, dass es kaum irgendwo auf der ganzen Welt so schwer ist, mit dieser Verwaltung überhaupt auch nur Kontakt aufzunehmen. Jeder Berliner weiß das.
Telefonisch sind die Ämter praktisch nicht zu erreichen. E-Mails werden höchstens erratisch beantwortet. Man braucht also einen persönlichen Termin. Den kann man online vereinbaren – allerdings nur theoretisch. Praktisch gibt es keinen, oder erst in vielen Wochen.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











