Die deutsche Wirtschaft steckt weiter im Tief. Nach einer kurzen Erholung im Frühjahr hat sich die Stimmung in den Unternehmen wieder deutlich verschlechtert. Das zeigt die neue Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln. Demnach will rund jedes dritte Unternehmen im kommenden Jahr Personal abbauen, nur 18 Prozent planen neue Einstellungen.
Besonders betroffen ist die Industrie: 41 Prozent der befragten Betriebe kündigten an, Stellen zu streichen – lediglich jede siebte Industriefirma will neue Jobs schaffen. „Stellenabbau statt Wirtschaftswende: Die Unternehmen leiden unter dem großen geopolitischen Stress“, sagt IW-Forschungsgruppenleiter Michael Grömling.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) machte erst vergangene Woche „drohende Lieferengpässe bei Halbleitern und Seltenen Erden“ für das ausbleibende Wachstum mitverantwortlich.
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