In Thüringen war jüngst ein Antrag der Linken mit den Stimmen der AfD angenommen worden – Bundesparteichef Jan van Aken hat vor diesem Hintergrund die klare „Brandmauer“-Linie seiner Partei noch einmal unterstrichen. „Ich kenne den Inhalt des Antrags gar nicht – wenn Die Linke den unterstützt hat, ist er wahrscheinlich eine gute Nachricht“, so van Aken im Gespräch mit dem Spiegel. „Ist aber trotzdem nicht richtig, Dinge mit der AfD durchzusetzen“, relativiert er direkt.
In etwas skurriler Art und Weise rechtfertigt sich Jan van Aken für das Abstimmungsverhalten seiner Parteifreunde in Erfurt. „Unsere Leute hatten durchgezählt. Es war klar, die Koalition stimmt dagegen, also kommt es nicht durch. Und dann haben Abgeordnete der Regierungskoalition den Saal verlassen. Und plötzlich hat sich, ich glaube e fünf Minuten vor der Abstimmung dieses Verhältnis gedreht – und da haben wir nicht schnell genug reagiert.“
„Da muss man natürlich auch noch zehn Sekunden vorher alert sein, man muss sich das angucken und notfalls dann in letzter Sekunde sagen: Wir stimmen auch nicht mit ab“, betont van Aken weiter. „Und solche Fehler passieren dann mal.“ Er habe mit Abgeordneten aus dem sächsischen Landtag geredet, die in einer ähnlichen Situation seien: „Das ist ein ständiger Stress, dass wir immer noch bei der Abstimmung durchzählen und manchmal Dinge nicht machen können, weil plötzlich die AfD wieder dumme Spielchen spielt“, berichtet er von diesen Gesprächen.
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