Einigen deutschen Politikern, Journalisten und Kommentatoren scheint das venezolanische Volk vollends egal zu sein. Ihre Sorge gilt am heutigen Tag dem Völkerrecht. Nicolas Maduro ist weg – der sozialistische Diktator in Caracas ist nicht mehr in Caracas. Spezialkräfte des amerikanischen Heeres haben ihn entführt, um ihm in Amerika den Prozess zu machen.
Noch ist es zu früh, die Folgen für Venezuela abzusehen. Dass der autoritäre Chavez-Nachfolger aber weg ist – darüber wird Venezuela keine Träne weinen. Unter Maduro aß das venezolanische Volk wortwörtlich Ratten. „Maduro-Diät“ ist dort ein popularisiertes Schlagwort für das, was wir Hunger nennen würden. Diese Diät galt natürlich nicht für den dicklichen Machthaber selbst, der selbst während Sendepausen bei Fernsehansprachen gerne die eine oder andere Empanada verputzte.
Maduro machte dort weiter, wo sein Vorgänger Hugo Chavez aufgehört hatte – und ruinierte das einst reichste Land Südamerikas, machte aus einem stabilen Staat am karibischen Meer eine kaputte Drogen-Diktatur, in der er zuletzt vor allem dank entsprechender Kartelle herrschen konnte. Und zum zentralen Stützpunkt einer anti-westlichen Achse zwischen China, Russland und dem Iran mit seinen islamistischen Proxys wie der Hisbollah.
Der hohle Chavez-Sozialismus, den Linke in den 90ern nach dem Scheitern ihrer Vorbild-Regime im Ostblock plötzlich wieder hochhalten konnten, war schon längst ebenso gescheitert. Maduro hielt sich mit Gewalt, Wahlfälschung und nicht zuletzt mit Unterstützung der organisierten Kriminalität an der Macht. Venezuela ist de facto ein Narco-Staat und Maduro ist eher ein Mafia-Boss als ein Präsident. Längst ist er illegitim im Amt, sein Volk hat ihn abgewählt.
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