Als Ende 2024 das Assad-Regime in Syrien zusammenbrach, verschaffte sich Israel rasch Zugang zu zuvor unerreichbaren Flughäfen und Radarstationen. Innerhalb weniger Tage nahm die Luftwaffe mehr als 40 Stellungen unter Beschuss, von Flugabwehrbatterien bis zu Munitionsdepots, um eine Verteidigungs- oder Pufferzone südlich von Damaskus zu errichten – und offenbar auch, um künftige Operationen gegen Iran vorzubereiten.
Parallel baute der Mossad sein Netz in Teheran deutlich aus. Gezielt eingesetzte Drohnenangriffe und Cyber-Sabotagen beseitigten kritische Elemente der Luftabwehr, sodass israelische Jets fortan mit höherer Präzision über iranischem Territorium operieren konnten. Den bisherigen Höhepunkt dieser Abfolge bildet bisher die Operation „Rising Lion“. In einem koordinierten Schlag trafen IAF-Jets über 100 Ziele, darunter Urananreicherungsanlagen in Natanz und Fordow sowie zentrale Kommandoposten der Revolutionsgarde. Innerhalb weniger Stunden setzten sie hunderte Tonnen Präzisionsmunition frei und untergruben Irans nukleare Infrastruktur.
Doch selbst diese massive Luftschlagwelle stieß an technische Grenzen: Tiefe Bunkeranlagen blieben außerhalb der Reichweite. Deshalb intensivierte Tel Aviv seine Zusammenarbeit mit Washington und forderte US-Bunkerbrecher-Munition an, um verborgen liegende Kernanlagen erreichen zu können. Im Hintergrund lief ein ebenso entscheidender diplomatischer Prozess: Im Mai 2025 fanden in Amman und Kairo heimliche Verhandlungen zwischen israelischen Militär- und Geheimdienstvertretern und Syriens Interimspäsident Ahmad al‑Sharaa statt. Erstmals ging es um die formelle Öffnung des syrischen Luftraums für Einsätze gegen Iran – ein Schritt, der Israels Kampffähigkeit deutlich erweiterte.
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