Am 7. Oktober 2023 geriet Israel in die Schlagzeilen, wie schon lange nicht mehr. Atemlos verfolgte die Weltöffentlichkeit nahezu in Echtzeit über Instagram und Twitter, wie Terroristen der Hamas die Grenzanlagen zwischen dem Gazastreifen und Israel überrannten, in grenznahe Kibbuzim eindrangen und deren Bewohner massakrierten, wie sie mit Paraglidern auf israelisches Gebiet vordrangen und die Teilnehmer eines Festivals abschlachteten. Hunderte ihrer Opfer verschleppten sie in den Gazastreifen, wo immer noch an die 100 Geiseln festgehalten werden – wie viele der Entführten noch leben, ist nicht bekannt.
Das größte Massaker an Juden seit dem Holocaust – verübt ausgerechnet in dem Land, dessen Anspruch und Aufgabe es ist, sicherer Zufluchtsort für Juden aus der ganzen Welt zu sein.
Noch nie wurde ein Anschlag auf Juden derart medial dokumentiert wie dieser: Bodycams der Terroristen hielten fest, wie sie Menschen erschossen, Granaten in Schutzräume warfen oder Häuser anzündeten. Einige Terroristen nahmen ihre Verbrechen mit den Smartphones der Opfer auf, um deren Angehörige und Freunde zu quälen.
Bereits seit Jahren wurde immer wieder Kritik geäußert an der Berichterstattung über den Nahostkonflikt: Häufig würde Kontext verzerrt, würde die Wortwahl die israelische Seite in unangemessener Weise als Aggressor darstellen.
Hier nun schien ein solches Framing unmöglich: Wer immer wollte, konnte grauenvolles Videomaterial sichten und sich von der Grausamkeit und Barbarei der Terroristen ein sehr genaues Bild machen. Niemals würde hier eine Täter-Opfer-Umkehr, wie sie in Sachen Israel oft betrieben wird, erfolgen können.
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