Jetzt herrscht Krieg – das muss das klare Fazit aus den Schlägen Irans und Israels sein. Denn die Attacken der beiden Länder haben eine völlig neue Qualität als noch vor ein paar Monaten. Der Konflikt ist keineswegs neu – überhaupt, wenn man rechtlich von „kriegerischen Akten“ sprechen will, ist das schon lange vorher gegeben, als etwa der Iran Israel mit Drohnenschwärmen attackierte.
Aber die Attacken damals spielten sich auf einer ganz anderen Ebene ab. Israelische Angriffe galten damals fast ausschließlich Irans Stellvertreter-Gruppen außerhalb des Landes – maximal punktuell wurden Ziele innerhalb des Irans angeflogen. Und Irans Attacken auf Israel waren zwar weitläufig – aber primär symbolisch und längst nicht so gefährlich wie jetzt. Damals stürzten ein paar Raketen über der Wüste ab. Drohnen konnten abgefangen werden. Opfer hatte Israel praktisch keine zu beklagen.
All das ist jetzt anders. Der Iran setzt jetzt sein ganzes hochgefährliches Raketenarsenal ein, um Israel so empfindlich wie möglich zu treffen. Auch wenn davon der Großteil abgefangen wird, kommt immer mehr durch Israels Abwehrschirm – und trifft dabei keine Wüsten-Rollfelder, sondern Hochhäuser in Tel Aviv mit Dutzenden zivilen Opfern.
Reformwille - Welche Opfer müssen wir für den Aufschwung bringen? | #unterdenlinden











