Während sich Israel auf den ersten Jahrestag des Hamas-Terrors vorbereitet, ist auf deutschen Straßen offener Antisemitismus zu sehen. Von Düsseldorf bis Berlin, von Hamburg bis Hannover – überall das gleiche Bild: Unter dem Deckmantel der „Palästina-Solidarität“ werden judenfeindliche Parolen gebrüllt und der Terrorismus glorifiziert.
Zwei Tage vor dem ersten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel kam es in mehreren deutschen Städten zu pro-palästinensischen Demonstrationen. In der Hauptstadt versammelten sich laut Polizei 600 Menschen zu einer israelfeindlichen Demonstration unter dem Motto „Ein Jahr Genozid – und die Welt schaut zu“ – mit „Genozid“ war damit freilich Israels Vorgehen gegen die Hamas gemeint, nicht das genozidale Massaker an Juden am 7. Oktober. Die Teilnehmer zogen von Tempelhof durch Kreuzberg zum Brandenburger Tor. Viele schwenkten Palästina-Flaggen und trugen Schilder mit der Aufschrift „Free Palestine“.
Im Laufe des Tages wuchs die Zahl auf rund 2000 an. Besonders alarmierend: Unter den Teilnehmern identifizierten Beamte etwa 100 gewaltbereite Personen. Die Polizei berichtete von verbotenen Parolen und dem Versuch, eine junge Frau in den Aufzug zu ziehen. Nach Ende der offiziellen Kundgebung weigerten sich etwa 100 Personen, den Checkpoint Charlie zu verlassen. Es kam zu Festnahmen, einige Demonstranten flüchteten in Richtung Neukölln.
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