Deutschland ist ein Land der Mieter: Mehr als die Hälfte der Bürger wohnt in fremdem Eigentum und ist ökonomisch darauf angewiesen, dass Mieten bezahlbar bleiben und der Immobilienmarkt genügend Angebot bereithält. Doch die Politik arbeitet mit sturer Konsequenz an der Verknappung des Mietangebots.
Der Immobilienmarkt ist längst kollabiert. Die Massenzuwanderung hat die sogenannte Stromgröße – also den ohnehin knappen Bestand an verfügbaren Wohnungen, die notwendigen Reserven für Umzüge und Standortwechsel – vollständig belegt. Parallel dazu verhindern immer neue Regulierungen die dringend benötigte Bautätigkeit. Bestätigt wurde diese Diagnose zuletzt von Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft (GdW). Gegenüber der Bild-Zeitung warnte er, dass in Deutschland bis 2025 im schlimmsten Fall 900.000 bis eine Million Wohnungen fehlen könnten. Als Ursache nannte er den „Abschwung in der Wohnungswirtschaft“.
Gedaschko hätte die Probleme beim Namen nennen sollen. Das Problem des deutschen Mietmarktes und die nahezu eingefrorene Bauwirtschaft sind seit Jahren bekannt. Und es liegt nicht an den Bauherren oder einer verbreiteten Kultur des Mietwuchers, wie die Politik stets zu suggerieren versucht.
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