Die Berliner Integrationssenatorin Cansel Kiziltepe möchte in der Hauptstadt mehr Wohnraum für Migranten bereitstellen, berichtet die Welt. Die Zahl sei 2025 wie im Jahr davor gesunken, laut der SPD-Politikerin bestehe jedoch weiterhin Unterbringungsbedarf. „Unsere Prognosen gehen aber von einem wachsenden Platzbedarf aus“, erklärte Kiziltepe.
Grund dafür sei laut der Senatorin der Mangel an verfügbaren Plätzen in Unterkünften. Von den 39.874 Plätzen in Aufnahmeeinrichtungen des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) seien 38.087 belegt. Das liege daran, dass viele Migranten weiter dort lebten, weil sie keine Mietwohnung finden könnten, obwohl über ihre Anträge schon entschieden wurde.
Um weiteren Migranten zusätzlichen Wohnraum anbieten zu können, kündigte Kiziltepe an, weitere Hostels anzumieten, wenn es nötig ist. Ursprünglich hatte der Senat ein Programm zum Bau dezentraler Containerdörfer mit bis zu 3300 Plätzen beschlossen. Das Programm wurde jedoch gestoppt, stattdessen sollen Migranten vor allem in Hotels und Hostels untergebracht werden. Bereits jetzt gibt es 3300 Plätze in rund 20 Hostels, von denen Mitte Dezember 3100 belegt waren.
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