Am Mittwoch wurde der Integrationsbericht 2024 vorgestellt. Der knapp 370-seitige Bericht liefert Statistiken zu Arbeit und Bildung von “Menschen mit Einwanderungsgeschichte” und “Menschen ohne Einwanderungsgeschichte”. Reem Alabali-Radovan, die Flüchtlings- und Antirassismusbeauftragte, schreibt in dem Bericht, dass es um ein “neues deutsches ,Wir-Gefühl’” gehe. Weiter schreibt sie: “Viel zu lange hat man in unserem Land eingeteilt in ,die’ und ,wir’. Die, die kommen und sich anpassen sollen, und wir, die hierhergehören.” Mittlerweile beträgt der Anteil der “Menschen mit Einwanderungsgeschichte” in Deutschland 30,1 Prozent. 25,8 Prozent sind Eingewanderte und ihre Nachkommen. 4,8 Prozent sind Menschen mit “einseitiger Einwanderungsgeschichte”.
“Menschen mit Einwanderungsgeschichte” wird als Überbegriff verwendet. Der Überbegriff teilt sich in drei Kategorien. “Eingewanderte” meint Menschen, die seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind. “Nachkommen” bezeichnet in dem Bericht Kinder, bei denen beide Eltern eingewandert sind. “Menschen mit einseitiger Einwanderungsgeschichte” meint Menschen, bei denen ein Elternteil eingewandert ist. “Menschen ohne Einwanderungsgeschichte” sind Menschen, die weder selbst noch deren Eltern eingewandert sind. “Die Staatsangehörigkeit der Person ist für dieses Konzept nicht relevant”, heißt es in dem Bericht. Dementsprechend gibt es in dem 367-seitigen Bericht auch keine Aufschlüsselung der Zahlen nach Staatsangehörigkeiten. Untersucht wird die Entwicklung von Migranten im Bezug auf Arbeit und Bildung in den Jahren 2005 bis 2023.
Die Erwerbstätigenquote von “Menschen ohne Einwanderungsgeschichte” lag 2023 bei 81 Prozent. Alle anderen Gruppen hatten eine niedrigere Erwerbstätigenquote. “Eingewanderte” und deren “Nachkommen” haben eine Erwerbstätigenquote von 69 Prozent. Dennoch stieg die Erwerbstätigenquote bei Einwanderern um 11,9 Prozentpunkte und bei “Nachkommen” sogar um 22 Prozentpunkte. In dem Bericht heißt es unter anderem, dass 1,3 Millionen Migranten 2023 in Engpassberufen arbeiten. 35 Prozent arbeiten im Gastronomieservice, 31,2 Prozent als Köche und 29,7 Prozent als Berufskraftfahrer.
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