CDU-Bundeskanzler Friedrich Merz und seine schwarz-rote Koalition haben in der Wählergunst einen neuen Tiefpunkt erreicht. Laut einer aktuellen Insa-Erhebung für die Bild am Sonntag sind inzwischen 70 Prozent der Wahlberechtigten mit der Arbeit des Kanzlers unzufrieden. Nur noch 21 Prozent gaben an, sie seien zufrieden. Der Koalition insgesamt stellen 73 Prozent ein schlechtes Zeugnis aus, lediglich 20 Prozent sind mit der Regierungsarbeit der schwarz-roten Koalition einverstanden.
Diese Zahlen decken sich mit einer parallelen Forsa-Erhebung für RTL und n-tv, die den Abwärtstrend noch verschärft: Dort geben sogar 78 Prozent der Befragten an, mit Merz unzufrieden zu sein. Damit rutschte Merz im Vergleich zur Vorwoche nochmals um drei Punkte ab und erreichte einen neuen persönlichen Tiefstwert in seiner Amtszeit. Selbst im Unionslager bröckelt der Rückhalt deutlich: Waren Anfang März noch 65 Prozent der CDU/CSU-Anhänger zufrieden, sind es laut Forsa nur noch 57 Prozent.
In der Sonntagsfrage sieht Forsa AfD und Union inzwischen gleichauf bei jeweils 26 Prozent. Bei der Frage nach der Problemlösungskompetenz traut laut Forsa nur eine Minderheit überhaupt einer Partei zu, die zentralen Herausforderungen zu bewältigen. Die Union verliert auch an Vorsprung bei der Problemlösungskompetenz: 16 Prozent trauen CDU und CSU zu, die zentralen Probleme des Landes zu bewältigen. Die AfD erreicht 13 Prozent. Die drängendsten Themen liegen laut den Befragten bei den steigenden Energiepreisen und der allgemein als schlecht bewerteten wirtschaftlichen Lage des Landes.
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