In der ARD-Talkshow Caren Miosga hat der US-amerikanische Journalist Bojan Pancevski davor gewarnt, dass die sogenannte Energiewende mit dem Atomausstieg in Wirklichkeit zu einer höheren Verstromung von Kohle und Gas führe. Der Chefkorrespondent für europäische Politik des Wall Street Journal erklärte, wenn kein Wind wehe und die Sonne nicht scheine, müsse die Grundlast an Strom dennoch vorgehalten werden.
Ohne Kernkraft gebe es nur Gas, Kohle und Öl, so der gebürtige Mazedonier. In Deutschland verbrenne man daher nun „wie wild Kohle“. Pancevski berichtet von einem Gespräch mit der niederländischen Regierung. Von dort werde aktuell besonders viel Kohle nach Deutschland weiterexportiert. Der Rohstoff wird dabei nicht in den Niederlanden gefördert, sondern kommt per Containerschiff in Rotterdam an.
Neben Kohle setze Deutschland tatsächlich maßgeblich auf Gas. Das sei schon zu Gerhard Schröders und Angela Merkels Zeiten mit der Förderung der Nord-Stream-Pipelines so gewesen. Anschließend habe Robert Habeck als Bundeswirtschaftsminister diese Politik fortgeführt und etliche neue Gaskraftwerke geplant. Und auch die CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche setze nun auf dieses Pferd – „ohne Gas kommt Deutschland nicht weiter“, meint der Journalist.
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