Ein Bericht der Washington Post hat am Freitag für erhebliche Kursverluste bei führenden Impfstoffherstellern gesorgt. Die US-Regierung untersucht demnach, ob 25 Todesfälle von Kindern im Zusammenhang mit Corona-Impfstoffen stehen könnten. Grundlage sind Einträge im Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS), einem bundesweiten Meldesystem für Nebenwirkungen.
Die Titel von BioNTech verloren 8,7 Prozent, Moderna mehr als sieben Prozent. Pfizer und Novavax gaben knapp drei Prozent nach. Marktbeobachter sehen die Kursbewegungen als Reaktion auf die Möglichkeit, dass Impfungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen in den Vereinigten Staaten eingeschränkt werden könnten.
Die US-Gesundheitsbehörden werten nun die gemeldeten Fälle aus. Dabei werden Autopsieberichte geprüft, Gespräche mit Angehörigen geführt und medizinische Akten analysiert. Erst wenn diese Daten ausgewertet sind, könne über einen möglichen kausalen Zusammenhang entschieden werden. Ein Sprecher des US-Gesundheitsministeriums erklärte laut Reuters, bis zur Veröffentlichung vollständiger Daten seien alle Spekulationen verfrüht.
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