Der Tag, an dem Annalena Baerbock im Jahr 2021 als Kanzlerkandidatin der Grünen nominiert wurde, war für Robert Habeck „der schmerzhafteste Tag in meiner politischen Laufbahn“, wie er kurz darauf der Zeit erzählte. Es mag in den darauffolgenden Jahren manch anderen harten Tag für den Wirtschaftsminister gegeben haben, und doch scheint es nicht abwegig, dass ihn seither nichts so sehr schmerzte wie der Verzicht auf die Macht. Im Interview hatte er damals erklärt: „Nichts wollte ich mehr, als dieser Republik als Kanzler zu dienen.“
2021 war es Baerbock, die im Kampf um die Kanzlerkandidatur siegte.
Robert Habecks Verhältnis zur Macht ist deshalb so aufschlussreich, weil es viel über das Verhältnis der postmodernen Linken zur Macht an sich verrät – und damit über die Misere, in der sich unser Land befindet. Eine Schlüsselrolle nehmen in Habecks Kampf um die Macht die Frauen ein. Immer wieder lässt er sich mit ihnen ablichten. Gleich drei Posts widmete er auf Instagram einer Reise zu einer Start-Up-Konferenz in Lissabon, auf die er erstmals eine rein weibliche Delegation mitnahm, die nur aus Gründerinnen bestand. #StarkeFrauenStarkeWirtschaft, schrieb er unter die Bilder, als würde ihn die Stärke von Frauen selbst überraschen.
Habeck zwischen Gründerinnen.
Habeck im Gespräch.
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