Bei Illner: Wirft Trump die Ukraine unter den Bus?

vor etwa 1 Jahr

Bei Illner: Wirft Trump die Ukraine unter den Bus?
Bildquelle: Tichys Einblick

Donald Trump kann zurzeit Erfolgsmeldungen gut gebrauchen. Seine Popularität unter amerikanischen Bürgern ist geschrumpft, nachdem seine Zollpolitik zu Turbulenzen an den weltweiten Kapitalmärkten führte. Deshalb widmet sich Trump nun der Außenpolitik, um von seinem Misserfolg ablenken zu können.

Der amerikanische Präsident hat einen ersten Plan für die Friedensordnung in der Ukraine nach dem Ende des Krieges vorgestellt. Die russische Seite kommt in diesem Plan gut weg. Putin könnte Gebiete behalten und der Frontverlauf wird an der Kontaktlinie eingefroren. Unklar ist, wer den Frieden sichern soll. Die Amerikaner haben kein Interesse an einer Dauerpräsenz in der Ukraine. Es könnte also in Zukunft auch an deutschen Soldaten liegen, einen dauerhaften Frieden in der Ukraine sicherzustellen. Die Talkrunde an diesem Abend beschäftigt sich mit Trumps Friedensplan.

Bessere Vorschläge als Trump hat keiner in der Runde. Es herrscht weitestgehend Ratlosigkeit, was die Europäer tun sollten, wenn sich die Amerikaner aus der militärischen Unterstützung der Ukraine verabschieden. Für den geneigten Zuseher wird ersichtlich, dass sich die Europäer in einer solch schwachen Position befinden, dass sie wahrscheinlich Trumps Plan nach einigem Zögern annehmen werden. Die deutsche Politik hat nämlich weder eine bessere Strategie noch die Mittel, um die USA ersetzen zu können. Als Buhmann taugt Trump immer, falls es zu einem unvorteilhaften Kriegsende für die Ukraine kommen wird.

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