Bei Illner: Grünes Zünglein an der Schulden-Waage

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Bei Illner: Grünes Zünglein an der Schulden-Waage
Bildquelle: Tichys Einblick

Politisch Interessierten bleibt in Zeiten wie diesen der Mund offen stehen. Selten wurde in der politisch-medialen Öffentlichkeit ein so unwürdiges Schauspiel aufgeführt. Nicht nur, dass der CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz alle Wahlversprechen über Bord wirft, nein, er lebt auch noch in aller Öffentlichkeit politische Korruption vor. Damit die Grünen ihm eine durch massive Verschuldung finanzierte Kanzlerschaft ermöglichen, wedelt Merz vor den Grünen mit Milliarden für Klimaschutz wie ein Hund mit dem Schwanz. Eigentlich ist die Wählertäuschung der Union an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten, aber die Union und Friedrich Merz schaffen in diesen Tagen alles. Der alte Bundestag soll noch schnell seinen Segen geben, damit Friedrich Merz die Geldpresse anwerfen kann.

Demokratietheoretisch ein Armutszeugnis und ein zusätzlicher Schlag ins Gesicht der Bevölkerung. Völlig zurecht gibt es von der Opposition Klagen in Karlsruhe gegen diese Trickserei. Der Talk an diesem Abend ist die Fortsetzung des Irrsinns der letzten Tage. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann muss argumentativ wild um sich rudern, um die Aufgabe sämtlicher Punkte des CDU-Wahlprogramms erklären zu können. Gleichzeitig verhält er sich gegenüber den Grünen demonstrativ unterwürfig. Die Grünen-Chefin Franziska Brantner allerdings zeigt sich demonstrativ unbeeindruckt.

Offensichtlich haben die Grünen erkannt, dass sie noch sehr viel mehr von der Union erpressen können. Großer Schwachpunkt der Sendung ist, dass es keine wirklich kritische Debatte über die Sinnhaftigkeit der Schulden gibt. Mahnende Stimmen sind unter den Diskutanten quasi inexistent.

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