Illegale Autorennen und unverantwortliches Rasen auf öffentlichen Straßen bleiben ein drängendes Problem in Berlin. Raserei, die seit 2017 als „verbotenes Kraftfahrzeugrennen“ strafbar ist, fordert immer häufiger Opfer. Im Jahr 2024 erreichte die Anzahl der entsprechenden Verfahren mit 923 einen neuen Höchststand.
2024 wurden in Berlin mehr Fälle illegaler Autorennen verzeichnet als je zuvor – ein Anstieg um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hinter diesen Zahlen stehen jedoch nicht nur Delikte, sondern auch menschliche Schicksale. Einige Dutzend Unfälle endeten mit Schwerverletzten. Besonders tragisch waren zwei Ereignisse: Im Mai kamen zwei Menschen ums Leben, als ein BMW am Tauentzien außer Kontrolle geriet. Im Juni starb ein Radfahrer, der beim Überqueren des Müggelheimer Damms von einem zu schnellen Fahrzeug erfasst wurde.
Während bei einem Drittel der Verfahren bereits Anklage erhoben wurde, mussten ebenso viele eingestellt werden. Gründe dafür sind unter anderem Schwierigkeiten bei der Identifikation der Täter oder die rechtliche Einstufung der Taten. Eine Flucht vor der Polizei wird beispielsweise nur dann als verbotenes Rennen gewertet, wenn sie mit extremer Raserei einhergeht. Andernfalls handelt es sich lediglich um einen Tempoverstoß – eine Ordnungswidrigkeit, die weniger gravierende juristische Konsequenzen nach sich zieht.
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