IG Metall setzt auf Subventionen, EU erhöht Zollmauer

vor 9 Monaten

IG Metall setzt auf Subventionen, EU erhöht Zollmauer
Bildquelle: Tichys Einblick

Wir erleben dramatische Wochen in der deutschen Industrie. Vor dem anstehenden Stahlgipfel fordert nun die IG Metall einen geförderten Industriestrompreis zur Stabilisierung der Stahlproduktion und Subventionen für grünen Stahl. Das goldene Kalb der grünen Transformation soll nicht geschlachtet werden – es wird gemästet. Die EU beantwortet die Krise derweil mit Protektionismus.

Die Lage der deutschen Industrie hat erschreckende Züge angenommen. Produktionszahlen fallen quer durch sämtliche Bereiche und Sektoren ins Bodenlose. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen bewegt sich auf Rekordstand, zudem erhöht nun eine unübersehbare Entlassungswelle den Handlungsdruck auf die Politik.

Wer nun allerdings mit einer ideologiepolitischen Wende gerechnet hat, weg von teuren grünen Projekten, zurück zur marktwirtschaftlichen Steuerung bei gleichzeitigem Rückzug des Staats aus der Wirtschaft, der muss sich eines Besseren belehren lassen: Berlin hat die Subventions-Bazooka in Stellung gebracht.

Ein Teil dieses neuen Kredits, der nicht zur Schließung der Defizite des deutschen Sozialwesens verwendet wird, soll partiell auch der deutschen Industrie zugute kommen. Diskutiert wird unter anderem die Subventionierung des Industriestrompreises auf fünf Cent pro Kilowattstunde. Energieintensive Unternehmen wären dann wieder in der Lage, wenigstens im Bereich des Strompreises auf dem Weltmarkt zu konkurrieren – dass der Strom in der Zukunft dann aber auch zuverlässig fließt, ist eher unwahrscheinlich.

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