Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) kann der Positionierung seiner Amtsvorgängerin Annalena Baerbock im aktuellen Krieg gegen den Iran nur wenig abgewinnen. Baerbock hatte die Angriffe Israels und der USA auf das Mullah-Regime zuvor scharf verurteilt und sie als „äußerst gefährliche militärische Eskalation“ bezeichnet.
Außenminister Wadephul vertritt dagegen eine andere Auffassung. In einem Gespräch mit der Bild betonte er die Gefahren, die vom iranischen Regime ausgingen. Die Bedrohung durch den Iran entstehe durch verschiedene Maßnahmen. „Ich sehe, dass das Raketenprogramm auch Europa bedroht. Ich sehe, dass der Iran durch Proxys wie die Houthis (…) uns wirtschaftlich bedroht. Ich sehe, dass der Iran die Straße von Hormus im Grunde nahezu gesperrt hat. Der Ölhandel wird sehr stark eingeschränkt.“ Insgesamt sei das Verhalten des Iran durchgehend negativ gewesen. Deutschland, Frankreich und Großbritannien hätten alles versucht, den Konflikt diplomatisch zu lösen – jedoch ohne Erfolg.
Die Bild hakte jedoch erneut nach und zitierte Baerbocks Aussage, in der sie den koordinierten Schlag Israels und der USA als „gefährliche militärische Eskalation“ bezeichnet und auf das Völkerrecht sowie die UN-Charta verwiesen hatte. Wadephul bemühte sich daraufhin um eine diplomatische Antwort und äußerte sich zurückhaltend zur völkerrechtlichen Bewertung.
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