Hunderte Millionen Euro für Asylprozesse: Mehr als ein Drittel aller Verwaltungsrichter arbeitet nur im Bereich Migration

vor 9 Monaten

Hunderte Millionen Euro für Asylprozesse: Mehr als ein Drittel aller Verwaltungsrichter arbeitet nur im Bereich Migration
Bildquelle: NiUS

Inklusive der gerichtlichen Infrastrukturkosten „belasten die asylgerichtlichen Verfahren die öffentlichen Haushalte jährlich mit einem hohen dreistelligen Millionenbetrag“. Das sagte Robert Seegmüller, Vorsitzender des Bundesverbands der Verwaltungsrichter. Er war von der Unionsfraktion als Sachverständiger im Innenausschuss geladen worden. Es ging um die Frage, wie die Zahl der aussichtslosen Asylverfahren deutlich zu minimieren sei. Darüber berichtet die Welt.

Seegmüller schilderte, dass die Arbeit in asyl- und ausländerrechtlichen Verfahren „etwa die Hälfte der Arbeitskraft der Verwaltungsrichter in Deutschland“ binde. Von den insgesamt etwa 3.000 Verwaltungsrichtern arbeiteten etwa 2.600 in der ersten Instanz. Etwa 1.300 von ihnen seien „ausschließlich mit der Bearbeitung asylgerichtlicher Verfahren gebunden“ und stünden für die „Entscheidung anderer Verfahren nicht zur Verfügung“.

Die Kosten der Verfahren an den Gerichten bezifferte Robert Steegmüller jährlich auf zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Euro jährlich. Für den Verwaltungsrichter ist es daher von „hohem gesamtstaatlichen Interesse, die Entscheidung asylgerichtlicher Verfahren“ so effizient wie möglich zu organisieren. Eine solche Einstellung führt nämlich dazu, dass Migranten aus den als „sicher“ eingestuften Ländern mit Verschärfungen rechnen müssen, in der Regel können sie schneller abgeschoben werden. Das rechtliche Konzept der „sicheren“ Herkunftsstaaten sei geeignet, die Gerichtsprozesse effizienter zu gestalten, sagte Seegmüller.

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