In einer Pressemitteilung vom Freitag warnte die Organisation Human Rights Watch (HRW) davor, dass die Aussetzung der Auslandshilfe durch Donald Trump zu einer Verschlechterung der Lage für inhaftierte IS-Terroristen führen könnte. In den Lagern al-Hol und Roj im Nordosten Syriens sind vor allem Ehefrauen von IS-Kämpfern mit Kindern und andere weibliche Verwandte interniert. Die Lager unterstehen der kurdisch geführten Autonomen Verwaltung Nord- und Ostsyriens (AANES), dem zivilen Flügel der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF).
In den beiden Lagern sind insgesamt etwa 42.500 Frauen und Kinder inhaftiert, darunter 18.000 ausländische Frauen. Diese Frauen kommen aus über 60 Ländern, wie HRW schreibt. Die Organisation schreibt, dass sie seit sechs Jahren in „unmenschlichen, erniedrigenden und lebensbedrohlichen Zuständen festgehalten“ werden, seit der sogenannte Islamische Staat gestürzt wurde.
Des Weiteren werden 9.000 IS-Terroristen aus fünfzig Ländern in den Lagern gefangen gehalten. Durch die Einstellung der amerikanischen Hilfsgelder könnte die Organisation Blumont, die für das Lagermanagement zuständig ist, nicht mehr Wasser und Kerosin zu den Lagern liefern, so Human Rights Watch. Blumont erhielt am 24. Januar zuerst ein Arbeitsverbot. Am 28. Januar erhielt Blumont dann eine vorläufige zweiwöchige Arbeitserlaubnis.
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