Der Fall des Amateur-Schiedsrichters Pascal Kaiser, der seinem Partner im Kölner Stadion einen Heiratsantrag machte, sorgte bundesweit für Aufsehen. Nach Berichten über angeblich homophobe Angriffe und Drohungen gegen den 27-Jährigen nahm der Fall nun eine überraschende Wendung. Ermittler prüfen inzwischen, ob die Vorfälle inszeniert wurden.
Die Staatsanwaltschaft Köln ließ Ende vergangener Woche Kaisers Wohnung durchsuchen. Laut Focus-Online-Informationen wurden dabei Datenträger und Handys beschlagnahmt, nachdem IT-Forensiker Hinweise gefunden hatten, die auf fingierte Droh-Mails hindeuten könnten – möglicherweise verfasst von Kaiser oder seinem Partner.
Beide Männer wurden zudem rechtsmedizinisch untersucht. Ein Gutachten soll klären, ob die erlittenen Verletzungen echt sind oder selbst zugefügt wurden. Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer bestätigte Ermittlungen wegen „des Anfangsverdachts des Vortäuschens von Straftaten“. Namen nannte die Behörde mit Verweis auf Persönlichkeitsrechte nicht.
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