Die ehemalige Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, hat sich in einer gemeinsamen Stellungnahme mit über 280 anderen Professoren und Akademikern mit Frauke Brosius-Gersdorf solidarisiert. Man protestiere „nachdrücklich gegen die Art und Weise, wie im Rahmen der Richterwahl zum Bundesverfassungsgericht in der Politik und in der Öffentlichkeit mit Frauke Brosius-Gersdorf umgegangen wurde“, heißt es in der Stellungnahme, die am Montag veröffentlicht wurde. Zuerst hatte Nius über den Fall berichtet.
Man warnt unter anderem davor, dass der Umgang nicht nur Brosius-Gersdorf und das Bundesverfassungsgericht, sondern auch die gesamte demokratische Ordnung beschädigen könnte. Extensiv wird unterdessen die Professorin für öffentliches Recht an der Universität Potsdam verteidigt – sie sei „eine hoch angesehene Staatsrechtslehrerin“, was in Fachkreisen „völlig unstrittig“ sei.
Kritik an ihrer Eignung als Bundesverfassungsrichterin sehen Buyx und Co. deshalb mit Unverständnis entgegen: „Alle Äußerungen, die ihre wissenschaftliche Reputation in Frage stellen, sind daher schlicht unzutreffend und unsachlich.“ Menschen, die Brosius-Gersdorfs Positionen als „radikal“ abstempeln würden, wären in „Unkenntnis der rechtswissenschaftlichen Diskussion“.
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