In Deutschland sind es über 30 Grad und unser Land befindet sich im Kriegszustand. Mit ungekannter Aggression gehen Schwitz-Verächter und Wärme-Liebhaber aufeinander los. In Grundsatzdebatten über die Klimaanlagen-Frage und die kulinarische Vertretbarkeit des Eiskaffees verwandeln sich ganze Büros zu einem lebhaften Debattenraum mit emotionalen Plädoyers, wie man sie sonst nur aus dem britischen Parlament – oder, je nach Stil des Redners, eher aus Trash-TV-Formaten kennt.
Alte Freundschaften werden bei der Frage auf die Probe gestellt, ob man sich mit der Picknickdecke in den Schatten, Halbschatten oder in die pralle Sonne pflanzt – doch spätestens bei einem Wassereis oder einem eisgekühlten Aperölchen haben sich Arbeitskollegen und gute Freunde entwaffnend-entschleunigt längst wieder vertragen.
In der Politik scheint man zu solchen Indianer-ähnlichen Friedensritualen offenbar nicht in der Lage zu sein. Als Christian Dürr es am Dienstag wagte, auf X den befremdlichen Klima-Alarmismus der Grünen zu kritisieren, erntete er sofort einen grünen, alarmistischen Shitstorm. Konkret hatte der Bundesvorsitzende der FDP geschrieben: „Liebe Grüne, es nervt! Hört bitte auf bei Hitze im Sommer (und bei Regen) eure gesamte Klimaerzählung zu posten. Wir haben gerade, wie man früher sagte, sehr schönes Wetter. Und ja, es gibt den Klimawandel und wir müssen gegensteuern. Populismus bringt uns aber nicht zum Ziel.“
PUTINS KRIEG: Heftige Angriffe vor Nato-Gipfel! Russland feuert massiv auf Ukraine I WELT LIVESTREAM











