Historiker Andreas Rödder über Merz' Führungsanspruch: „Außenpolitische Führung verlangt innenpolitische Opfer“

vor 7 Monaten

Historiker Andreas Rödder über Merz' Führungsanspruch: „Außenpolitische Führung verlangt innenpolitische Opfer“
Bildquelle: NiUS

Vor dem Hintergrund der „tektonischen Verschiebungen“ in der Weltpolitik müssten kleinliche innenpolitische Debatte etwa über die Rente weniger wichtig genommen werden, sagte Kanzler Friedrich Merz (CDU) unlängst auf dem Münchner CSU-Parteitag. Der Mainzer Historiker Andreas Rödder, selbst CDU-Mitglied und einer der prominentesten Vordenker konservativer Politik, widerspricht im Gespräch bei „Schuler! Fragen, was ist“ deutlich:

Das ganze Interview sehen Sie hier:

„Und da liegt natürlich das Problem, dass nur eine vitale Demokratie außenpolitisch stark sein kann. Das heißt, man kann innen und außen nicht trennen und darf die inneren Belange zugunsten der äußeren nicht vernachlässigen, sondern die eigentliche politische Führungskunst liegt darin, beides miteinander zu vereinbaren. Deutschland hat die außenpolitische Führung, viel zu lange vernachlässigt. Da leistet Merz einen Beitrag. Aber man darf das Kind nicht mit dem Bade ausschütten. Die eigentliche Staatskunst besteht darin, der außenpolitischen Führung jetzt die innenpolitische Reform an die Seite zu stellen. Denn das muss man zusammendenken. Das ist ein Gesamtpaket, das dieses Land dringend notwendig hat.“

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