Arzt und Wissenschaftsjournalist Eckart von Hirschhausen hat auf der Digitalkonferenz re:publica am Dienstag die AfD in die Nähe nationalsozialistischer Ideologie gerückt. Konkret setzte er eine Aussage des AfD-Politikers Björn Höcke zur Inklusion mit der Euthanasiepolitik der Nationalsozialisten gleich.
Hirschhausen eröffnete seinen Auftritt mit einer persönlichen Anekdote: Sein Gitarrenlehrer sei der Holocaust-Überlebende Coco Schumann gewesen, der ihm kurz vor seinem Tod noch ein letztes Interview gegeben habe. Schumann habe damals gesagt, „wer den Swing im Blut hat, marschiert nicht“. Hirschhausen ergänzte: „Er hat den Holocaust überlebt, weil er Gitarre gespielt hat, während arme Menschen vergast wurden.“
Unmittelbar daran anschließend zog er den Vergleich zur AfD. Das Deutsche Institut für Menschenrechte habe die Partei als Gefahr für Menschen mit Behinderungen eingestuft, so Hirschhausen. Dann nahm er Bezug auf Höckes Aussage, Inklusion sei „ein Ideologieprojekt, das unsere Schüler nicht weiterbringt oder leistungsfähiger macht“, ohne dabei den Namen des Politikers zu nennen.
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